POTPOURRI III
Laura Bott | Fabrizia Famos | Daniel Rohner
Joachim Dierauer | Markus Casanova

23. August – 27. September 2019

 

Das zwei Halbjahr 2019 in der Galerie Loewen wird mit der Gruppenausstellung POTPOURRI III eröffnet.

 

In der aktuellen Ausstellung werden fünf Künstler gezeigt, welche durch ihre Individualität, durch ihr eigenständiges Schaffen einen tiefe
Spannung zu erzeugen vermögen.

Die unterschiedlichen Techniken Malerei, Tuschzeichnung, Photographie, Gips und der Druckgraphik führen zu einem interessanten Dialog.

 

Laura Bott zeigt Druckgraphiken aus ihrer früheren Schaffensphase. Die Arbeiten entstanden während ihrer vertieften Auseinandersetzung mit
der Beschaffenheit verschiedenster Oberflächen. Diese Oberflächen transformieren sich mit Hilfe des Polymerdrucks zu einem kaum greifbaren beinahe malerischen Bild. Dadurch entstehen ausdruckstarke Abstraktionen.

 

Fabrizia Famos zeigt acht Wandskulpturen, die in Gips modelliert sind. Die Unikate erinnern an zerknüllte A4-Blätter. Sind es verworfene Ideen der Bildhauerin? Sind es Entwürfe zu einem Liebesbrief oder Abschiedsbrief? Der Titel der Wandinstallation heisst «Freiheit». Laut Famos motivierte sie zu dieser Arbeit der paradoxe Spruch Epiktets, der besagt, dass man die Freiheit nicht durch die Erfüllung der Wünsche gewinnt, sondern durch deren Einschränkung.

 

Der Fotograf und Maler Daniel Rohner präsentiert Fotoarbeiten aus der Werkserie «Projektion–Reflexion» wie auch eine achteilige grosse Tuschemalerei. Die traditionelle, chinesische Tuschemalerei war Inspiration für seine Fotoarbeit «Dialog mit Mi Fu» 2012 – 2016. Das hier
gezeigte Bild ist der Anfang einer Serie von Bildern mit
Tusche auf Papier die dieser Inspiration folgen.

Ausgangspunkt der Photoarbeit «Projektion–Reflexion» ist eine weisse Häuserwand, davor ein rund zehn Meter entferntes, lichtes Wäldchen.
«Beide Objekte stehen so zur Sonne, dass das durchdringende Licht, je nach Tageszeit, Bilder auf eine weiße Wand projiziert, die mir nach längerer Betrachtung Assoziationen zum menschlichen Körper erlaubten,» sagt Rohner.

«Das Körperhafte wurde immer deutlicher, das erotische Element drängte sich auf. Immer wieder stand ich vor dieser Wand und suchte,
was ich glaubte zu sehen.»

 

Joachim Dierauers Schaffen wird mit fünf in der Schau ausgestellten Arbeiten beleuchtet. Die Tuschezeichnungen und die Druckgraphiken lassen den
Betrachter innehalten und eröffnen einen persönlichen Zugang zu den Werken

und zur Arbeit des Künstler. Die Form sucht das Gegenüber. Durch das
Gegenüber entsteht Spannung. Diese Spannung wird das Auge
des Betrachters anziehen.

 

Im grossen Schauraum der Galerie Loewen werden Papierarbeiten des renommierten Künstlers und Bildhauers Markus Casanova gezeigt. Die mit unterschiedlichen Techniken ausgeführten Zeichnungen lassen sofort einen Eindruck des eigenständigen skulpturalen Schaffens von Markus Casanova gewinnen. Die reduzierten Werke widerspiegeln die Arbeitsweise des Künstlers.
Beinahe kaligraphisch in Tusche oder Öl stehen die
Skulpturen oder Teile davon auf dem Papier.

 

«Potpourri III ist ein spannendes Ausstellungsformat mit fünf Künstlerinnen und Künstler, welche unterschiedlichste Ausdruckformen und Techniken
benutzen jedoch, bei einer tieferen Auseinandersetzung, erstaunlich parallelen aufweisen,» sagt der Galerist Manuel Solcà. «Auch ist es uns eine grosse
Ehre zum ersten Mal Werke des verstorbenen Churer Künstlers Markus Casanova in der Galerie zeigen zu dürfen, und die Möglichkeit zu haben das malerische, zeichnerische Schaffen des Künstlers in den Fokus zu rücken.»

 

 

Vernissage: 23. August 2019, 18 Uhr – 20 Uhr

Finissage: 27. September 2019, 18 Uhr – 20 Uhr

 

Eine Auswahl der ausgestellten werke