Die Sicht der Dinge

NOTTA CAFLISCH & ANNATINA GRAF

4. Oktober – 1. November 2019

 

Notta Caflisch wurde 1979 in Bern geboren und arbeitete als Grafikerin bis sie im Jahre 2006 den Zugang zum künstlerischen Arbeiten fand. In der noch
jungen Schaffenszeit waren ihre Werke bisher bereits in vielen
Einzel– und Gruppenausstellungen in der Schweiz zu bestaunen. 
Sie lebt und arbeitet in Chur.

 

Caflisch findet die Inspiration zu Ihren Arbeiten in den aktuellen Zeitgeschehnissen, welche uns Stunde um Stunde durch die crossmediale globale Vernetzung erreichen. Mittels ausdruckstarker Objektkunst erreicht sie
den Betrachter des Werkes und schafft es durch klare Botschaften
einen tiefsinnigen Dialog zu erstellen.

 

Notta Caflisch führt mittels der Installation «Netto» auf den Pfad einer verhängnisvollen Entwicklung. Das in der Ausdrucksform des Delfter-
Stils bedruckte Porzellan, zeigt uns Sujets und Symbole der Kolonialisierung.

Die Edition mit dem Titel «Tulpenmanie» nimmt den ersten grossen
Finanzcrash als Thema. Neun Tulpenzwiebeln aus vergoldeter
Bronze verdeutlichen dies in einem starken Ausdruck, welcher uns zum Nachdenken anregt.

 

Annatina Graf, geboren 1965 in Zürich, wuchs in Chur auf. Sie lebt und arbeitet nach Ihrer Ausbildung seit 1998 in Solothurn.
Ihre Arbeiten wurden mit einer Einzelausstellung im Kunstmuseum Solothurn
und in vielen weiteren Ausstellungen gezeigt.

 

Die freischaffende Künstlerin sucht Ihre Inspiration immer wieder im Menschen und dem Alltäglichen mit welchem sich dieser umgibt.

Graf setzt sich aber auch kritisch mit dem Sein und Werden der Umstände
und den Zusammenhängen auseinander, welchen den Menschen beeinflussen.
Sie versucht auch diese als Aussage über unsere Kultur und
die Gesellschaft zu deuten.

 

Die von Annatina Graf gezeigten Werke aus der Serie «nightlife» und
«mes voisins inconnus» nehmen genau diese Thematiken auf. Die grossformatige Malerei «nightlife» entstammt eines fotografischen Schnappschusses,
welcher einen alltäglichen aber sehr intime Blick in ein Wohnzimmer freigibt. Hingegen die Papierarbeiten «mes voisins inconnus», in Ihrer Zeit in
Paris entstanden, einen kritischen und fragenden Blick auf die alltägliche Polizeipräsenz des Paris im Jahr 2017 wirft.

 

Die aktuelle Ausstellung «Die Sicht der Dinge» in der Galerie Loewen findet vom 4. Oktober bis 1. November statt. Sie zeigt Installationen und neue Werkgruppen sowie eine Edition.

 

 

Vernissage: FR 4. Oktober 2019 18 – 20 Uhr

Finissage: FR 1. November 2019 18 – 20 Uhr